Psychische Erkrankungen nehmen zu, gerade bei jungen Erwerbstätigen. Die Generation Z steht dabei im Fokus, Arbeitgebende sind gefordert. Wirksame Prävention am Arbeitsplatz gelingt aber nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Die Previs Vorsorge engagiert sich unter dem Motto gesund@work.

Der erste Job, neue Verantwortung und hohe Erwartungen an die Leistungsfähigkeit: Für viele junge Menschen beginnt das Berufsleben nicht nur mit Motivation, sondern auch mit erheblichem Druck. Gerade die Generation Z – definiert als Jahrgänge von 1997 bis 2012 – bringt zugleich neue Erwartungen und Werte in die Arbeitswelt ein: Sinnhaftigkeit, Flexibilität, psychische Gesundheit und ein respektvoller Umgang sind für sie von grosser Bedeutung. Wenn diese Ansprüche am Arbeitsplatz auf starre Strukturen oder fehlenden Dialog treffen, entsteht Belastung.

Krisen belasten und verunsichern

Am Fachanlass Prävention, organisiert von der Previs und der PK Rück im vergangenen Herbst, zeigte Gesundheitspsychologin Ronia Schiftan auf, weshalb gerade junge Menschen psychisch gefordert sind: Aufgrund ihres Alters sind sie besonders verletzlich und mitten in der Entwicklung ihrer Identität. Zentrale Säulen der Persönlichkeit und der Sicherheit wie soziale Beziehungen, Einstieg in die Berufswelt oder finanzielle Unabhängigkeit sind im Entstehen oder im Umbruch. Externe Unsicherheitsfaktoren wie globale Krisen, Pandemie, Klima oder Krieg belasten junge Menschen stark. Hinzu kommen hohe Anforderungen, permanente Vergleichbarkeit durch soziale Medien und viele Ungewissheiten mit Blick auf die Zukunft. Die Fähigkeit, sich abzugrenzen und mit Stress umzugehen, muss oft erst erlernt werden – in einer Arbeitswelt, die stark auf Leistung und Tempo ausgerichtet ist. Je nach Situation können Arbeitsunfähigkeit oder gar eine Invalidität die Folge sein.

Steigende IV-Neurenten

Dass psychische Gesundheit am Arbeitsplatz kein Randthema ist, belegen auch die Zahlen eindrücklich: Die Arbeitsunfähigkeitsquote bei den Versicherten der Previs erhöhte sich innert zehn Jahren stetig. Dabei ist rund ein Viertel der Arbeitsunfähigkeiten durch psychische Erkrankungen verursacht. Bei unter 25-jährigen Versicherten liegt dieser Anteil sogar bei 40% (2024).

Nachdenklich stimmt auch die Quote der jährlich neu gesprochenen IV-Renten in der Schweiz. Seit 2016 (2.6‰) ist diese wieder steigend und betrug 2023 und 2024 3.7‰. «Rund jede zweite Neurente der IV wird aufgrund psychischer Krankheit gesprochen», erklärt Regina Knöpfel, CEO der Rückversicherin PK Rück. Gemäss der Invaliditätsstudie 2024 der PK Rück erwarten mehr als 80% der Umfrageteilnehmenden – Fachpersonen aus unterschiedlichen Disziplinen – in den nächsten fünf Jahren einen Anstieg der IV-Neurenten um weitere 10%.

Echter Dialog als Schlüssel

Angesichts dieser Entwicklungen sind Arbeitgebende besonders gefordert, ein geeignetes Umfeld zu schaffen: Gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen, frühzeitige Interventionen und eine offene Gesprächskultur können viel bewirken. Gleichzeitig sind aber auch Mitarbeitende gefordert, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen und Belastungen früh anzusprechen – über die Generationen hinweg. Ein Schlüssel liegt für Gesundheitspsychologin Ronia Schiftan denn auch im echten Dialog, um das gegenseitige Verständnis zu fördern und Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Mit anderen Worten: Wirksame Prävention gelingt nur im Zusammenspiel aller Beteiligten. Das unterstreicht auch Previs Geschäftsführer Martin Friedli: «Prävention wirkt, aber sie ist Teamarbeit.» Und er gibt zu bedenken, dass die Risikoprämien, die Arbeitgebende und Arbeitnehmende für den Versicherungsschutz bei Invalidität und Todesfall bezahlen, stets einen Spiegel der Leistungsfälle darstellen.

Die Previs und PK Rück helfen

Für die wichtigen Themen Prävention und Wiedereingliederung arbeitet die Previs Vorsorge eng mit ihrer Rückversicherungspartnerin PK Rück zusammen. Gezielte Präventionsangebote, Case Management und praxisnahe Unterstützung helfen, Arbeitsfähigkeit zu erhalten und Wiedereingliederungen nachhaltig zu fördern. Zum gemeinsamen Angebot gehören auch verschiedene Fachseminare zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an der Hochschule Luzern. Für die Kundinnen und Kunden der Previs sind die Seminare kostenlos. Die Anmeldung erfolgt direkt bei der Hochschule Luzern.

gesund@work

Unter dem Motto gesund@work beleuchtet die Previs das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz. Dazu gehören Hintergrundinformationen, Werkzeuge und Angebote zu Prävention, Umgang mit Absenzen oder Wiedereingliederung.

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